Neue Frankfurter Bachstunde: Chaconne und Passacaglia

Freitag, 19. Oktober 2018, 19:30 Uhr

J. S. Bach: Chaconne in d-Moll für Violine solo, BWV 1004, Passacaglia c-Moll für Orgel BWV 582
H. I. F. Biber: Passacaglia g-Moll für Violine solo
R. Mauersberger: Introduktion und Passacaglia a-Moll (1912/14),
K. Höller: Choral-Passacaglia über das Abendlied „Die Sonn‘ hat sich mit ihrem Glanz“

Cord Koss, Violine
Tobias Koriath, Orgel

Fast wäre er nicht Geiger geworden, sondern Fußballer. Und auch heute noch ist Cord Koss DFB-Stützpunkt-Spieler, spielt beim SV Empor Berlin/Prenzlauer Berg in der 2.Bundesliga A-Jugend. „Sein Verein“ ist allerdings nicht etwa Herta; sondern der gebürtige Berliner (Jahrgang 1999) ist seit frühester Kindheit glühender Fan von Werder Bremen: der Farbe wegen, denn Grün ist die Hoffnung und – seine Lieblingsfarbe.
Es kam also anders: Cord Koss entschied sich für die Musik, ging ans Musikgymnasium „Carl Philipp Emanuel Bach“, nahm an Kammermusikkursen im Rahmen der Hochbegabtenförderung der Musikhochschule Hanns Eisler teil und der Uni der Künste Berlin. Und er gewann mehrmals den Wettbewerb „Jugend musiziert“, zuletzt 2016 den 2. Bundespreis.
Dass er kurz nach seinem Auftritt in dieser Neuen Frankfurter Bachstunde sein Studium an der Musikhochschule Frankfurt aufnimmt, ist reiner Zufall….
„Ich möchte in der Chaconne das Tänzerische, Rhythmische herausarbeiten, das für Bach in meinen Augen typisch ist. Ich sehe die Chaconne als eine Art ‚Totentanz‘ – tiefe Melancholie gepaart mit tänzerischer Bewegung. Der Respekt vor diesem Stück ist natürlich groß, und auch vor den Künstlern, die dieses Werk schon so fantastisch interpretiert haben. Das Verbindende zu Bibers Passacaglia g-Moll ist die tänzerische Melancholie, die aus Moll und dem 3er- bzw. 6er-Takt entsteht. Bei Biber wird das dann Mantra-haft wiederholt, bei Bach dagegen wird’s hochintensiv und quasi existentiell dramatisch.“
Dass Chaconne und Passacaglia bis in unsere Zeit Komponisten inspiriert haben, zeigen die Kompositionen für die Orgel, die Tobias Koriath den Stücken für Solo-Violine gegenüberstellt.

Eintritt frei. Spenden erbeten.
Anschließend wie immer ein kleiner Umtrunk mit Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

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